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Welterbe-Partnerschaft:
Kloster Lorsch und Haein-sa in Korea
Die UNESCO-Welterbestätte Kloster Lorsch in Hessen und die
südkoreanische Welterbestätte Haein-sa-Tempel haben am 4. September
2004 in Seoul einen Partnerschaftsvertrag abgeschlossen.
Ziel
des koreanisch-deutschen Abkommens ist eine enge Kooperation der
beiden Welterbestätten, die neben einer Zusammenarbeit im Denkmalschutz
auch wissenschaftlichen und studentischen Austausch und gemeinsame
Projekte zur kulturellen Bildung vorsieht. Das Partnerschaftsprojekt
soll die internationale Zusammenarbeit bei der Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention
stärken. Es unterstreicht die Bedeutung der Welterbestätten als
Orte der Begegnung und der kulturellen Verständigung zwischen
den Völkern.
Der
Partnerschaftsvertrag wurde unterzeichnet von Kyoung-youl Park,
Oberpriester des Haein-sa Tempels, Eui-jo Sim, Präsident des Distrikts
Hapcheon-gun, Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, Staatssekretär
im Hessischen Wissenschaftsministerium, Dr. Hermann Schefers,
Leiter des Museumszentrums Kloster Lorsch, und den Generalsekretären
der UNESCO-Kommissionen Koreas und Deutschlands, Prof. Dr. Yersu
Kim und Dr. Traugott Schöfthaler. Die feierliche Zeremonie fand
am 4. September in Seoul statt.
Das
Kloster Lorsch gehört zu den ersten Welterbestätten in Deutschland,
die sich um eine aktive Partnerschaft mit anderen Weltkulturdenkmälern
im Ausland bemühen. Bereits im Juni 2002 hatte das Kloster Lorsch
ein Partnerschaftsabkommen mit dem Kloster Geghard in Armenien
unterzeichnet (siehe
unesco
heute online 2/2002).
Die neue Welterbe-Partnerschaft mit Korea ist ein weiterer Schritt
zur Entwicklung einer internationalen Netzwerkzusammenarbeit im
Bereich des UNESCO-Welterbes.
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Die
ehemalige Benediktiner-Abtei Lorsch ist seit 1991 in der
UNESCO-Liste verzeichnet. Die berühmte Königshalle von
Lorsch aus dem 9. Jahrhundert ist eines der wenigen
Denkmäler der Karolinger Zeit, das über die Jahrhunderte
hinweg sein ursprüngliches Aussehen bewahrt hat.
Foto:
Stadt Lorsch
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Der
Tempel von Haein-sa Changgyong P'ango in Südkorea
ist Aufbewahrungsort der Tafeln der Tripitaka Koreana. Die
Welterbestätte beherbergt die vollständigste Sammlung buddhistischer
Texte, die im 13. Jahrhundert auf 80.000 hölzernen Tafeln
eingraviert worden sind, und zeugt von der Meisterschaft
alter Konservierungstechniken. 1995 hat die UNESCO die Kulturstätte
in die Liste des Welterbes aufgenommen.
Foto:
Roland Michaud/Rapho, aus: New UNESCO Courier 2/2003
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