Deutsche UNESCO-Kommission
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unesco heute online
Online-Magazin der Deutschen UNESCO-Kommission
Ausgabe 3, März 2003
   
Themen

 

Schwerpunktthema: "UNESCO und Schule"

Schulprojekte zum Thema Welterbe will die UNESCO mit einer neuen Unterrichtsmappe anregen. Der Titel: "Welterbe für junge Menschen - Entdecken, Erforschen, Erhalten". Kinder und Jugendliche sollen Bewusstsein entwicklen für den Schutz des gemeinsamen Erbes der Menschheit. Ziel der Unterrichtsmappe ist auch, die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung aufzuzeigen und für einen verantwortungsvollen Umgang des Menschen mit seiner Umwelt, mit seinen Mitmenschen und mit dem Erbe anderer Kulturen zu werben. ...mehr

Wie sah es in unserem Stadtviertel vor 100 Jahren aus? Welchen Gefahren sind historische Gemäuer ausgesetzt, und wie kann man Schäden beheben? Was ist überhaupt ein "Baudenkmal" und was eine "UNESCO-Welterbestätte"? Solchen Fragen gehen Schüler nach, wenn sie unter dem Motto "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule" auf Spurensuche gehen. Das Programm, das die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jetzt neu ausgeschrieben hat, fördert Schulprojekte, die sich dem Schutz von Baudenkmälern und historischen Stätten widmen. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Ziel ist es, ein Netzwerk von Schulen aufzubauen, die das Thema Kulturerbe in den Unterricht integrieren. ...mehr

UNESCO-Welterbe im Kunstunterricht:
Ein Vormittag in einer 3. Klasse der Marienschule:
Die Kunststudentin Brigitta Knoche von der Universität Paderborn leitet den Projektunterricht. Es geht um "Ästhetische Zugänge zum Kreml".
- Exkursion nach Essen: Eine Klasse der Friedrich von Spee Gesamtschule besucht die Welterbestätte Zeche Zollverein. Anlass der Exkursion ist ein Unterrichtsprojekt im Fach Kunst. Schüler malen die Zeche mit Kohlestiften und Erdfarben. - Im Atelier des Kunstsilos der Universität: Studierende entwickeln "Museumskoffer" zu Themen wie "Höhlenmalerei", "Der Schatzkoffer von Captain Cook", "Die Seidenstraße" oder "Welterbestätte Aachener Dom". Aktionen wie diese sind Bestandteil des Forschungsprojektes "Weltkulturerbe der UNESCO und Kunstpädagogik", das an der Universität Paderborn durchgeführt wird. JUTTA STRÖTER-BENDER stellt das Forschungsprojekt vor. ...mehr

Das Schulbuch als Mittel zur Verständigung und zum Dialog: Der Erfolg der internationalen Bemühungen um die Durchsetzung des "Menschenrechts auf Bildung" hängt nicht nur vom quantitativen Ausbau der Bildungsangebote ab. Die UNESCO widmet deshalb der Modernisierung der Lehrpläne und Schulbücher besondere Aufmerksamkeit. Ein Expertentreffen vom 12. bis 13. Dezember 2002 widmete sich dem Thema: "Das Schulbuch als Mittel der Friedenserziehung". TRAUGOTT SCHÖFTHALER berichtet von dem UNESCO-Expertentreffen in Paris. ...mehr

Setzen Palästinenser und Israelis auch Schulbücher zur ideologischen Mobilisierung und damit als Waffe in den seit zwei Jahren anhaltenden erbitterten Auseinandersetzungen ein? Mit dieser Frage befasste sich ein Symposium des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, auf dem neue Studien zum Thema vorgestellt wurden. TRAUGOTT SCHÖFTHALER, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, zur Debatte um israelische und palästinensische Schulbücher. ...mehr

UNESCO-Welterbe

Welterbe - die positive Seite der Globalisierung. "Geteiltes Erbe - gemeinsame Verantwortung" - unter diesem Motto stand der internationale Fachkongress zum 30. Jahrestag der UNESCO-Welterbekonvention. Er fand vom 14. bis 16. November in Venedig statt und war Höhepunkt des Internationalen Jahrs des Kulturerbes 2002. Über 500 Experten diskutierten die zentralen Aufgaben der nächsten Jahre: Glaubwürdigkeit und Universalität der Welterbeliste, effektiver Schutz der Natur- und Kulturstätten von universaler Bedeutung, innovative Kommunikation, um breite Bevölkerungskreise für Welterbefragen zu interessieren. CHRISTINE M. MERKEL berichtet ...mehr

"Memory of the World"

Götterfunken im Gedächtnis der Menschheit: Beethovens 9. Sinfonie ist Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO. Kein zweites Werk der sinfonischen Literatur hat eine so breite Rezeptionsgeschichte entfaltet wie Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie. Ihre Wirkung reicht weit über den musikalischen Bereich hinaus. Das Autograph der Sinfonie ist im Juni 2001 in die Liste des Weltdokumentenerbes "Memory of the World" der UNESCO aufgenommen worden. Die Staatsbibliothek zu Berlin feierte am 12. Januar 2003 die Urkundenübergabe. ...mehr

Rede der Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission VERENA METZE-MANGOLD zur Verleihung der UNESCO-Urkunde für Beethovens Neunte Sinfonie: "In seinem kompositorischen Konzept verfolgte Beethoven das Ziel, über Töne und Klang Gefühle auszudrücken. Sie dienten ihm als Sprache. Beethoven schafft mit seiner Musik nicht eine künstliche Welt, sondern richtet sich mit ihr an die wirkliche Welt, um sie zum Positiven zu verändern. Die Menschen haben diese Sprache verstanden. ... Die Aufnahme in das UNESCO-Register verpflichtet die Institutionen, für die Erhaltung ihres dokumentarischen Erbes zu sorgen und den weltweiten Zugang mit Hilfe modernster Technologien zu ermöglichen. Die Staatsbibliothek zu Berlin hat hierfür Sorge getragen." ...mehr

Kultur

Der Begriff "Nachhaltigkeit" ist spätestens seit dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg in aller Munde. Aber wie steht es mit der kulturellen Dimension der Nachhaltigkeit? "Nachhaltige Entwicklung unter Absehung von Kultur zu denken, hieße sie als wichtigstes Humankapital ignorieren. Es bedarf eines komplexen gesellschaftlichen Gesamtkonzepts, in das kulturelle und soziale Belange gleichgewichtig mit Ökonomie und Ökologie integriert sind", so OLAF SCHWENCKE, Präsident der Deutschen Vereinigung der Europäischen Kulturstiftung (ECF) für kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Er plädiert für eine globale Kulturpolitik der Nachhaltigkeit. ...mehr

Nachdenken über "Verbotene Worte". Als Beitrag zum Internationalen Jahr der Vereinten Nationen 2001 für den "Dialog zwischen den Kulturen" hatte die Phantastische Bibliothek Wetzlar eine Veranstaltungsreihe organisiert: "Die nEUen / Europäische Visionen - literarische und politische Profile der Beitrittskandidaten zur Europäischen Union". Ziel war es, das Verständnis für den kulturellen Hintergrund der künftigen EU-Partner aus Mittel-, Ost- und Südeuropa zu vertiefen. Aus der Initiative zum VN-Jahr ist nun ein Folgeprojekt hervorgegangen: "Verbotene Worte" - Partner aus den alten und neuen EU-Staaten wollen in einer neuartigen Lerngemeinschaft Einsichten über die Fallstricke sprachlicher Begriffe gewinnen, die das gegenseitige Verständnis behindern. Ein erster Workshop fand am 1. März in Wetzlar statt. ...mehr

Bildung

Die UNESCO hat ein globales Forum zur Qualitätssicherung an Hochschulen ins Leben gerufen. Das Forum soll eine Plattform schaffen für den internationalen Dialog über Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung und die Anerkennung von Hochschulabschlüssen. ...mehr

UNESCO-CEPES in Bonn. Das Europäische UNESCO-Zentrum für Hochschulbildung (CEPES) und die Hochschulrektorenkonferenz haben für Experten aus Südosteuropa einen Studienbesuch in Bonn organisiert. Neue Modelle der Hochschulfinanzierung und des -managements wurden vorgestellt. ...mehr

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