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denkmal
aktiv - Kulturerbe macht Schule
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Schulaktion zum Denkmalschutz unter Schirmherrschaft der Deutschen
UNESCO-Kommission |
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"denkmal
aktiv - Kulturerbe macht Schule" heißt das Programm, das
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jetzt neu ausgeschrieben hat.
Es sieht die Förderung von bundesweit 50 Schulprojekten vor, die
sich ab Herbst ein Schuljahr lang historischen Bauten und Stätten
widmen. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen
UNESCO-Kommission und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
gefördert. Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz und
die Deutsche Stiftung Denkmalschutz loben außerdem zehn Sonderpreise
aus, um weiteren Schulen die Teilnahme zu ermöglichen. Die Förderung
der Projekte vor Ort umfasst die finanzielle und koordinierende
Unterstützung für die beteiligten Schulteams. Bewerbungsfrist
ist der 25. Mai 2003.
Ziel der bundesweiten
Schulaktion ist es, ein Netzwerk von Schulen aufzubauen, die das
Thema (Welt-)Kulturerbe in den Unterricht integrieren. Junge Menschen
sollen für historische Bauten und Parks, für Stadtarchitektur
oder Kulturlandschaften in ihrer Region interessiert werden. Welche
Restaurierungsmaßnahmen werden in historischen Bauten vor Ort
durchgeführt? Ist eine Kulturlandschaft in der Umgebung durch
Umwelteinflüsse gefährdet, und was kann man dagegen tun? Gibt
es in der Nähe eine UNESCO-Welterbestätte, und was zeichnet sie
aus?
Die Schüler
beschäftigen sich mit Geschichte, Baustilkunde und praktischer
Denkmalpflege, mit Fragen nach dem Zustand des Objekts, nach Restaurierung
und Nutzung, nach Einflüssen von Umwelt und Tourismus. Im Mittelpunkt
der Projektarbeit steht die Kooperation mit einem fachlichen Partner
vor Ort: dem Vertreter einer Fachbehörde, eines Museums oder eines
Architekturbüros. Durch Treffen der beteiligten Schulteams und
durch eine Internet-Plattform (www.denkmal-aktiv.de) werden die
Aktivitäten vernetzt. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und
weiteren Schulen als Leitfaden zur Verfügung gestellt.
Am Beispiel
der UNESCO-Welterbestätten werden junge Menschen im globalen Zeitalter
an die Verantwortung für das gemeinsame historische Erbe herangeführt.
Das Projekt macht die Bedeutung der Pflege des kulturellen Erbes
als Baustein für Nachhaltigkeit erfahrbar. Unter dem Motto "global
denken - lokal handeln" richtet sich der Blick vom UNESCO-Welterbe
auf das lokale Erbe in der eigenen Umgebung.
Eine wichtige
Hilfe sind die Materialien für den Unterricht, die den Lehrern
zur Verfügung gestellt werden. Eine Lose-Blatt-Sammlung mit vielen
Arbeitsblättern und Abbildungen gibt Anregungen für einen fächerverbindenden
Unterricht. Darüber hinaus kann die neu erschienene
UNESCO-Unterrichtsmappe
"Welterbe für junge Menschen. Entdecken - Erforschen - Erhalten"
für die Projektarbeit genutzt werden.
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Die Bewerbungsunterlagen für die nächste Phase
von "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule" im Schuljahr
2003/2004 sind erhältlich bei: Deutsche Stiftung Denkmalschutz,
Stichwort "denkmal aktiv", Koblenzer Straße 75, 53177 Bonn,
Telefon: 0228-39063-987, Fax: 0228-39063-43, E-Mail: schule@denkmalschutz.de,
Internet:
www.denkmal-aktiv.de
Einsendeschluss
für die Bewerbung ist der 25. Mai 2003.
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Geschichte
zum Anfassen: Junge Spurensucher erforschen alte Gemäuer
Wie sah es
in unserem Stadtviertel vor 100 Jahren oder früher aus? Welchen
Gefahren sind historische Gemäuer ausgesetzt, und wie kann man
Schäden beheben? Was ist überhaupt ein "Baudenkmal" und was eine
"UNESCO-Welterbestätte"? Solchen und anderen Fragen gehen Schüler
nach, wenn sie unter dem Motto "denkmal aktiv - Kulturerbe macht
Schule" auf Spurensuche gehen.
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denkmal
aktiv: Ein Schülerteam erforscht die Altstadt von Bamberg
als UNESCO-Weltkulturerbe
Foto:
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Im September
2002 startete die bundesweite Schulaktion. Zum Auftakt lud die
Deutsche Stiftung Denkmalschutz rund 50 Vertreter der "denkmal-aktiv-Pilotschulen"
zu einem Treffen ein. Es bot die Gelegenheit, geplante Aktivitäten
vorzustellen und Fragen zur konkreten Projektarbeit zu diskutieren:
Wie lassen sich die Themen an den Lehrplan anbinden, und wie viel
Unterrichtszeit muss ich einplanen? Wie kann ich das Projekt in
meiner Schule verankern und Kollegen dafür gewinnen? Wie erreiche
ich eine gute Zusammenarbeit mit fachlichen Partnern? Die Initiatoren
stellten die pädagogischen Materialien vor und gaben Tipps zu
Projektmanagement und Konzeption.
"Schon
in der Pilotphase von 'denkmal aktiv' ist die Spannbreite der
Kulturdenkmäler und Handlungsansätze groß", sagt Hanna
Hilger, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Deutschen
Stiftung Denkmalschutz und Leiterin des Projektes. "Historische
Bauten und Stätten werden nicht nur besichtigt, sondern durch
Projektarbeit setzen sich die Schüler aktiv mit einem Kulturdenkmal
auseinander."
So nehmen
sich beispielsweise Schüler im niedersächsischen Hermannsburg
die kulturhistorische und agrargeografische Untersuchung einer
Heidelandschaft als Landschaftsdenkmal vor. Jugendliche aus Ebern
in Bayern entwickeln ein Nutzungskonzept für eine ehemalige Synagoge
als "Lernort". Ein anderes Team hat sich die Erforschung der Altstadt
von Bamberg als UNESCO-Weltkulturerbe auf die Fahnen geschrieben.
In Wismar steht die Dokumentation der Restaurierung des Gewölbekellers
der Schule an. In Lübeck sind Brücken - ihre Baugeschichte, ihre
Rolle für die Stadtentwicklung sowie Probleme der Instandhaltung
- Gegenstand der Untersuchung.
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Das
UNESCO-Welterbe Gartenreich Wörlitz wird von Schülern aus
Dessau genauer erforscht.
Foto:
Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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