Angaben aus der Verlagsmeldung

Ein generisches Metadatenverwaltungssystem zur Administration multipler, heterogener Metadatenschemata für E-Learning-Angebote virtueller Hochschulen / von Stefan Walburg



Online-Lehrveranstaltungen konkurrieren zunehmend mit den
traditionellen, zeit- und ortsgebundenen Lehrangeboten klassischer
Präsenzhochschulen. Diese multimedial aufbereiteten Kurse werden häufig
über das Internet-Portal einer virtuellen Hochschule publiziert. Damit
Lehrangebote recherchierbar, vergleichbar und wiederverwendbar sind,
werden sie anhand von Metadaten beschrieben, deren Struktur und Semantik
über ein Metadatenschema definiert sind. In der Praxis koexistieren
jedoch unterschiedliche Metadaten-Standards, so dass unmittelbar ein
komplexes Interoperabilitätsproblem entsteht.
Die Metadatenschemata selbst sind häufig Anpassungen unterworfen, wobei
unterschiedliche Schemaversionen simultan zu unterstützen sind. Ohne
geeignete Konzepte implizieren Schemaänderungen Modifikationen an der
Anwendungslogik eines Metadatenverwaltungssystems und ziehen somit einen
hohen Wartungsaufwand nach sich.

Die vorliegende Arbeit verfolgt primär zwei Ziele: Zum einen werden
innovative Konzepte zur flexiblen Administration von Metadaten unter
besonderer Fokussierung des Problems der Metadatenschemaevolution
entwickelt. Zum anderen wird das Problem der semantischen
Interoperabilität heterogener Metadatenschemata im Kontext virtueller
Hochschulen systematisch dargestellt und gelöst.
Im Verlauf der Arbeit entsteht ein generisches
Metadatenverwaltungssystem, dessen Mapping-Komponente auf einer speziell
auf die E-Learning-Domäne zugeschnittenen Mediator-Ontologie basiert.
Neben theoretisch fundierten Konzepten integriert und reflektiert diese
Arbeit auch die empirisch manifestierten Erfahrungen und Erkenntnisse
aus den beiden dieser Arbeit zugrunde liegenden virtuellen Hochschulen,
der Virtuellen Hochschule Bayern und dem Campus Wissenschaftliche
Weiterbildung Bayern.